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Vaalser Weekblad

 

Brahms recital by Gaston Nicolaes in "de Kopermolen":

 

Gaston Nicolaes interpreted the third Brahms sonate opus 5 (compositional masterpiece of the young Brahms) on a handsome sounding wing in such a way that the listeners felt overwelmed by the stormy, shapeless powers of nature which Nicolaes musically expressed with visible passion and outstanding virtuosity. Meanwhile the Andante, constructed from "Der Abend dämmert, das Mondlicht scheint, da sind zwei Herzen in Liebe vereint und halten sich selig umfangen", was completely relaxed. The jubilatory scherzo recollected the mighty first part, while the following intermezzo heralded the preparation for the impressive finale. Short and great. Gaston Nicolaes played this monumental work bravely and unforgettably.

 

 

 

Limburgs Dagblad

 

Messiaen paints music in colors.

The "Visions de l'Amen" for two pianos works almost devotional with the subject of the creation. A kind of harmonised  "minimal music-procedure" created a passionate tension.

Messiaen wants to offer the chaos ordened to his listeners, intuitively there was definitely chemistry: Luc ten Klooster and Gaston Nicolaes received a standing ovation.

 

 

 

De Limburger

 

Extraordinary Messiaen for Intro-closure

 

The subjective universalism of the theological musician Messiaen is clearly expressed in the "Visions de l'Amen" for two pianos. To be able to get the variated richness of the Amen to sound persistently fascinating requires a   fine pianistic pedigree. The concentrated playing of the duo Luc ten Klooster and Gaston Nicolaes musically kept us under a spell, where the short, explosive dance (Amen II), great musical contrasts (Amen IV), the singing birds (Amen V), and the carillon-sounds (Amen I and VII) can be pointed out as the most striking musical details from the 50 minute extended musical line.

 

 

 

RAFFINESSE  und DELIKATESSE


Anspruchsvoller Klavierabend im Kreisgymnasium


Heinsberg:

Der Maastrichter Pianist  Gaston Nicolaes gab im  Musiksaal des Kreisgymnasiums einen anspruchsvollen Klavierabend, der sich lebhafter Resonanz erfreute. Der Weg auf das Konzertpodium ist schwindelerregend steil, auf dem man allein mit Talent nicht bestehen kann. Im ersten Teil waren es die Giganten Bach und Beethoven, die zu bewältigen waren, und zwar die beiden Bach-Präludien mit Fugen d-moll bzw. A-dur aus dem zweiten Teil des Wohltemperierten Klaviers – erstes voll lebendiger  Melodieaussmückung und das zweite ein tanzartiges Stück – sowie die  sogenannte  Apassionato in f-moll, Opus 57  von van Beethoven, ein Werk von absoluter Weltgeltung, das mit einer Tondichtung verglichen wird. Darin eingewoben ist das Chorwerk “Heiligste Nacht, o giesse du, Himmelsfrieden in dies’ Herz”. Der Pianist spielte das Werk ganz den durchwobenen Leidenschaften im spannenden Nachvollzug hingegeben und voll eigenem Respekt. Liszt begegnet man heute selten in solchen Konzerten wegen seines umstrittenen  Pathos. Nicolaes war ihm auf der Spur. Bei der Orgelphantasie mit Fuge in g-moll handelt es sich um ein Werk, bei dem Liszt über die bloße Klavierübertragung hinausgeht. Mit Paganini verband Liszt eine ähnliche Hexenkunst auf seinem Instrument. Daher zeichnet sich die Campanella-Etüde auch in erster Linie durch technische Raffinesse und  Delikatesse aus. Wem das weniger zusagte, der konnte sich im Kontrastprogramm an Debussy erlaben. Von ihm standen aus dem 2. Buch vier Preludes auf dem Programm, eins schöner als das andere. Chopin konnte und sollte in dieser Nachbarschaft nicht fehlen. Die Nr.10 Opus 10 ist dann auch eine Etüde für das Handgelenk und eine wirksame Klangstudie. Zum Schluss fügte Nicolaes diesem von Etüden charakterisierten Teil noch eine solche von Alexander Skriabin hinzu, der von Chopin ausging und später  in einer Art Mystizismus endete. In dem Opus 8 Nr. 12 gibt Skriabin sein zerrissenes Wesen kund. Für den starken Beifall bedankte sich Nicolaes mit zwei Zugaben, darunter die so gefällige wie gefühlvolle, unter dem Titel „Ave Maria“ bekannte Komposition von Bach/Gounod.